„Wir können kämpfen, … Kuhl

FDP: „Wir können kämpfen“
Feierstimmung bei FDP-Kandidat Wolfgang Kuhl

„Wir können kämpfen, wir können mobilisieren“ – FDP-Landtagskandidat Wolfgang Kuhl ist begeistert, wie gut seine Partei bei den Landtagswahlen abgeschnitten hat. Gemeinsam mit Familie, Freunden und Parteimitgliedern fieberte er in der Erlabrunner Gaststätte „Deutscher Hof“ den ersten Hochrechnungen entgegen.

LANDKREIS WÜRZBURG: Die Augen aller Anwesenden sind auf den Fernseher in der Schankstube gerichtet, dann, um 18 Uhr, bricht Applaus los: Die FDP fährt das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte im Freistaat ein, verdreifacht das Ergebnis der letzten Wahl und zieht nach 14 Jahren Abwesenheit wieder in den Landtag ein. „Wir haben unsere Hauptwahlziele erreicht“, freut sich Wolfgang Kuhl, „wir sind wieder im Landtag und die CSU hat die absolute Mehrheit verloren“. Nach Meinung Kuhls ist die FDP die einzige Partei, die nun für eine Koalition in Frage kommt. „Die CSU ist in der Zwickmühle“, erklärt er, „zwar könnte sie mit den Freien Wählern eine stabilere Koalition bilden, doch die Wahlprogramme der beiden Parteien lassen sich nicht vereinbaren“.

Dann brandet erneut Applaus auf: Guido Westerwelle tritt vor die Kameras und hält seine Siegesrede. Im „Deutschen Hof“ wird sie mit viel Kopfnicken und zustimmenden Rufen aufgenommen.

Familie als Wahlkampfhelfer
„Wir konnten mit Personen und Programm überzeugen“, erklärt Kuhl, dies sei der Hauptgrund für das gute Abschneiden seiner Partei. „Außerdem haben wir es geschafft überall präsent zu sein.“ Nach zwei Monaten im Wahlkampf, ist Kuhn erleichtert: „Ich habe unzählige Veranstaltungen besucht, Gespräche geführt und Informationsstände betrieben. So etwas kann man maximal zwei bis dreimal im Leben“, erzählt er erschöpft.

Ingo Brudereck, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP im Main-Tauber-Kreis, dankt vor allem Kuhls Familie für ihre Unterstützung und ihren Einsatz. „Meine Familie war mein Wahlkampfteam“, erklärt Kuhl, „sie haben alles koordiniert, Flyer entworfen und Plakate aufgestellt.“ Bis acht Uhr morgens am Wahlsonntag hätten seine Ehefrau Dagmar und die Kinder Julia und Florian noch Broschüren verteilt. Mit dem Ergebnis in seiner Heimatgemeinde kann Kuhn zufrieden sein. „Nach Auszählung der Erststimmen ist die FDP in Erlabrunn zweitstärkste Partei“, erklärt er.

Jochen Kunkel, Bezirkstagskandidat aus Eibelstadt, hofft, dass sich das gute Ergebnis der FDP auch auf die Mitgliederzahlen im Landkreis niederschlägt: „Dies könnte vor allem die jungen Wähler ermutigen, der Partei beizutreten“, meint er.

Für ihn und Kuhl geht das Zittern allerdings weiter, beide warten nun auf ihr persönliches Ergebnis, das erst am Montag sicher ist. „Wir wollen keine voreiligen Schlüsse ziehen“, erklärt Kuhl. „Wir hoffen natürlich, dass sich die Mühe gelohnt hat und wir in Zukunft gemeinsam die Politik mitgestalten können“.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Feldle Main-Post Würzburg/Main-Tauber vom 29. September 2008


Neueste Nachrichten