11.01.2004

Main-Post: FDP rüstet sich für die Europawahl

Abgelegt unter: Presse — WolfgangKuhl @ 18:04

Würzburg-Land (rais) Kommunalpolitik über Ländergrenzen hinweg zu gestalten, das ist in bundesdeutschen Gefilden eher noch die Ausnahme und bedarf meist eines aufwendigen Staatsvertrages.

Dass in der Alltagspolitik die Landesgrenze kein Hindernis sein muss, das beweisen seit Jahren die FDP-Kreisverbände Würzburg-Land (Bayern) und Main-Tauber (Baden-Württemberg). Sie treffen sich zu gemeinsamen Veranstaltungen und suchen nach politischen Gemeinsamkeiten.

Das zeigte sich einmal mehr beim Neujahrsempfang beider Kreisverbände am Sonntag im Weinhaus Flach in Erlabrunn. Wolfgang Kuhl, Vorsitzender der FDP-Würzburg-Land freute sich, dass sogar aus dem Spessart Freie Demokraten angereist waren. Der bayerische FDP-Generalsekretär Horst Krumpen zeigte sich begeistert über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kreisverbände.

Krumpen betonte auch die gesunde Mitgliederstruktur des Kreisverbandes Würzburg-Land. Jung und Alt seien gleichermaßen gut vertreten. “Wolfgang Kuhl und seinem Kreisvorstand ist es gelungen frische Kräfte in die Parteiarbeit einzubinden”, lobte Krumpen. Die FDP müsse noch mehr als bisher vor Ort deutlich machen, dass sie sich um die Sorgen und Nöte der Bürger kümmert, forderte der Generalsekretär.

Kuhl konnte auch einen Aufsteiger aus dem Kreisverband Würzburg-Land präsentieren. Der Kirchheimer Landwirt Bernhard Schötta (35) ist die Nummer 5 auf der bayerischen Liste der FDP für die Europawahl. Darüber hinaus wirkt der Kirchheimer in landwirtschaftlichen Fachausschüssen der FDP in Bayern und auf Bundesebene.

Zum kommunalpolitischen Programm der FDP-Würzburg-Land gehört das “Nein” zum Bau der Autobahn-Westumgehung. Für Kuhl ist dieses Projekt “überflüssig wie ein Kropf”.

Mit Geschäftsführer Ingo Brudereck (Tauberbischofsheim) und Kreisvorsitzendem Christian Dürr (Lauda-Königshofen) stellte sich beim Neujahrsempfang auch das Führungsteam im Main-Tauber-Kreis vor. Dürr und Brudereck zeigten sich stolz, dass sie mit dem IOC-Vizepräsidenten Dr. Thomas Bach, der dieser Tage in Tauberbischofsheim seinen 50. Geburtstag feierte, einen prominenten Liberalen in ihren Reihen haben.