Verkehrsinfrastruktur
Bezirksparteitag der FDP in Franken:
Gäste aus Bayern nahmen teil
Verkehrsinfrastruktur in der Diskussion
Heilbronn/Main-Tauber-Kreis. Der FDP-Bezirksparteitag im Heilbronner Ratskeller war kein kleines Drei-Königs-, sondern ein drei Bundestagabgeordnetentreffen.
Harald Leibrecht (Neckar-Zabern) Michael Link (Heilbronn) und Horst Friedrich (Bayreuth) gaben sich mit den Delegierten unter anderem der Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger (Schwäbisch Hall), Staatssekretär Richard Drautz, sowie den bayrischen Gästen Bezirksvorsitzende in Unterfranken Joachim Spatz und FDP-Kreisvorsitzenden von Würzburg-Land Wolfgang Kuhl (Erlabrunn) ein Stelldichein in Heilbronn.
Die Verkehrsinfrastruktur der Region Heilbronn-Franken mit Auswirkungen auf Würzburg war Thema der Bezirksparteitages.
Wenn die Container in den Häfen stehen bleiben, wird der Lokführerstreik in dieser Woche vor Augen führen, was geschieht wenn die Verkehrsinfrastruktur so bleibt, wie sie ist.
Die Straße ist nicht in der Lage, das aufzunehmen, was der Güterverkehr lahm legt, sagt der verkehrspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion und Mitglied des Eisenbahninfrastrukturbeirates MdB Horst Friedrich.
Zu wenig LKW-Parkplätze
Es seien auch viel zu wenig LKW-Park-Plätze entlang den Autobahnen, betonte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und sieht Chaos vorprogrammiert – im Streikfall, aber vielmehr noch, wenn sich die Einsicht nicht durchsetze, dass der Slogan Bildung statt Beton zu schlicht ist.
“Wir brauchen Hochschulen und wir brauchen Straßen. Die Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader einer funktionierenden Wirtschaft zu Straße, Schiene, Wasser und Luft.
Doch nicht allein für den Straßenbau formulierte der Bezirksparteitag in Franken einen Antrag an die baden-württembergische Landes- und an die Bundesregierung.
Auch für Schienenverkehr und Binnenschifffahrtsverkehr verlangten sie weit reichende Optimierung – damit die Region Heilbronn-Franken mit dem Main-Tauber-Kreis in Zukunft nicht den Anschluss verliert. Das sind die Forderungen:
So bald wie möglich sechsspuriger Ausbau der A 6 bis Nürnberg; Autobahnzubringer von Creglingen und Bad Mergentheim zur A 7 in den neuen Generalverkehrplan aufnehmen.
Vollständiger zweigleisiger Ausbau der Strecke von Heilbronn nach Würzburg; zweigleisiger Ausbau der Murrbahn zwischen Hessental und Backnang, Elektrifizierung der Strecke Öhringen Cappel bis Hessental Anbindung an die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke und an den Flughafen Stuttgart im Rahmen von Stuttgart 21; besserer Schienennahverkehr von Würzburg in die Region Main-Tauber; keine Ausdünnung des Regionalverkehrs, keine Kürzung der Regionalisierungsmittel wegen Stuttgart 21 und für Heilbronn einen überregional wirksamen Logistik-Knotenpunkt.
Den Hafen Heilbronn zum überregionaler Verkehrsknoten am Neckar ausbauen, Ausbau der Neckarschleusen für größere Schiffe; Bau eines Containerterminals im Hafen in Heilbronn, Anschluss an Bahn- und Straße, Mainhafen Wertheim erhalten. I. B
Parteitag des FDP-Bezirksverbandes Franken tagte im Ratskeller der Stadt Heilbronn am Neckar mit Staatssekretär Richard Drautz aus Heilbronn, MdB Michel Link aus Heilbronn, Bezirksvorsitzender in Franken Bernhard Nüsch aus Neuenstadt, Kreisvorsitzender der Julis im Main-Tauber-Kreis Benjamin Denzer aus Tauberbischofsheim, Bezirksvorsitzender in Unterfranken/Bayern Joachim Spatz aus Würzburg, MdB Harald Leibecht aus Ingersheim, FDP-Kreisvorsitzender in Würzburg-Land Wolfgang Kuhl aus Erlabrunn, MdB Horst Friedrich aus Bayreuth, Stellvertr. Bezirksvorsitzende der JuLis in Nord-Württemberg Carina Schmidt aus Königheim, sowie stellv. Kreisvorsitzender und FDP-Kreisgeschäftsführer im Main-Tauber-Kreis Ingo Brudereck aus Tauberbischofsheim.
Fränkische Nachrichten (Mannheimer Morgen) vom 21. November 2007


