Kuhl – FDP gegen die B 26n
„B 26n ist eine ökologische Todsünde”
Rund 800 Teilnehmer bei der Kundgebung gegen Westumgehung
WALDBÜTTELBRUNN (hon) „Stoppt den Wahn – keine Autobahn”: Mit Transparenten brachten die Gegner der B 26n auf dem Rathausplatz in Waldbüttelbrunn ihren Unmut zum Ausdruck. Rund 800 Teilnehmer hatten am Sonntagnachmittag an der Kundgebung gegen die Westumgehung teilgenommen.
Zur Demonstration aufgerufen hatte der Verein „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n)”. Gekommen waren neben den Waldbüttelbrunnern auch viele Bürger aus Heftstadt, Duttenbrunn, Büchold und aus anderen betroffenen Orten.
„Wir brauchen dieses Monsterprojekt nicht, dass mit 380 Millionen Euro veranschlagt ist”, so MdL Simone Tolle von den Grünen. Argumente, dass eine Autobahn für die wirtschaftliche Entwicklung unerlässlich sei, weist sie zurück. So sei die Stadt Arnstein mit zwei Autobahnanschlüssen gut angebunden, auf den wirtschaftlichen Boom warte man dennoch. Und: Auch in Main-Spessart gebe es viele Stimmen die gegen die B 26n sind, so Tolle.
„Wir haben mit der A 3, der A 7 und der A 81 drei Autobahnen, die durch den Landkreis Würzburg führen. Sie sind sowohl Fluch als auch Segen. Sie bringen Standortvorteile, aber es sind keine weiteren Autobahnen nötig.”, so der stellvertretende Landrat Eberhard Nuss.
Für seine prägnanten Worte „Die Autobahn ist groß, teuer und überflüssig” erntete der Hettstadter Bürgermeister Eberhard Götz großen Beifall. Der Waldbrenner Bürgermeister Ludwig Götzelmann betonte, dass laut IHK, Main-Spessart die höchsten Gewerbeeinnahmen hätte und das ohne Autobahn.
Wolfgang Kuhl von der FDP sprach sich ebenso gegen die B 26n aus wie Christian Loos vom Verkehrsclub Deutschland. Grünen-MdB Hans Josef Fell sieht keine Möglichkeit die Vorgaben einer Verringerung der Emissionen einhalten zu können, falls eine neue Autobahn gebaut wird: „Nicht nur die Urwälder müssen erhalten werden’, auch die Wälder in der Region.”
Das Schlusswort hatte der Vorsitzende des Bund Naturschutz Hubert Weiger. Er bedauerte, dass es im Landkreis Main-Spessart keine kommunale Allianz wie im Landkreis Würzburg gebe. „Diese Autobahn ist eine ökonomische und ökologische Todsünde”, so Weiger. Er fordert eine ersatzlose Streichung der B 26n.
Rund 800 Menschen kamen am Sonntagnachmittag zur Kundgebung gegen die Westumgehung nach Waldbüttelbrunn. FOTO NORBERT SCHWARZOTT
Main-Post Würzburg/Main-Tauber vom 29. Januar 2008







