30.07.2008

FDP Abgeordnete Laurischk in Erlabrunn

Abgelegt unter: Bayern, Bund, Erlabrunn, Presse — WolfgangKuhl @ 18:33

FDP Abgeordnete Laurischk (MdB) beim Sommerfest des TSV in Erlabrunn

Die Sprecherin der FDP Bundestagfraktion für Senioren, Bürgerschaftliches Engagement sowie Integration und Migration Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk aus Offenburg besuchte das schon traditionelle Sommerfest des TSV in Erlabrunn.

Sie ließ sich im einem Gespräch mit dem FDP Landtagskandidaten in Würzburg-Land Wolfgang Kuhl, der Vorsitzenden der Liberalen Frauen Unterfranken Dagmar Kuhl, sowie dem Vorsitzenden des TSV Erlabrunn Thomas Benkert über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins unterrichten. Erfreut nahm sie zur Kenntnis, dass viele engagierte Bürger sich aktiv an der Organisation des Sommerfestes beteiligten. Frau Laurischk, die zur Unterstützung des Erlabrunner Landtagskandidaten Wolfgang Kuhl angereist war, sagte spontan weitere Besuche in Würzburg Land zu.

Bildunterschrift v.l.n.r.

FDP Landtagskandidat Wolfgang Kuhl ,
FDP Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk,
der Vorsitzende des TSV Erlabrunn Thomas Benkert,
die Vorsitzende der Liberalen Frauen Unterfrankens Dagmar Kuhl

28.07.2008

MdB Niebel in der Region Würzburg

Abgelegt unter: Bayern, Bund, Presse — WolfgangKuhl @ 17:00

FDP-Generalsekretär DIRK NIEBEL gab der „Main-Post“ das folgende Interview. Die Fragen stellte TILMAN TOEPFER.

Frage: Herr Niebel, Sie machen Wahlkampf in Bayern. Wollen Sie den Wechsel oder nur die FDP im Landtag sehen?
NIEBEL: Natürlich ist der Wiedereinzug in den Landtag unser erstes Ziel. Die Fünf-Prozent-Hürde packen wir in den Umfragen seit Monaten. Auch die Ergebnisse der Kommunalwahlen zeigen, dass wir es schaffen können. Wenn es obendrein gelingt, die absolute Mehrheit der CSU zu brechen …

Frage: … dann wollen sie mitregieren?
NIEBEL: Falls die CSU die absoluten Mehrheit verliert und mit uns ernsthafte Gespräche führen will, werden wir die Letzten sein, die sich dem verweigern.

Frage: Tritt die bayerische FDP mit einem so unbekannten Spitzenkandidaten wie Martin Zeil an, weil Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu liberal ist?
NIEBEL: Beide sind durch und durch Liberale. Zeil ist Generalsekretär der bayerischen FDP und hat auch als Bundestagsabgeordneter Duftmarken in der Wirtschaftspolitik gesetzt. Als bayerischer Politiker möchte er deutlich machen, dass die FDP dieses Land nach vorne bringen kann. Und für uns ist es gut zu zeigen, dass wir gutes Personal haben.

Frage: Sie fordern ein Wahlrecht von Geburt an. Klingt nach reiner Symbolpolitik.
NIEBEL: Sie irren. Das ist keine FDP-Forderung, sondern ein Gruppenantrag, den Abgeordnete unterschiedlicher Parteien im Bundestag eingebracht haben. Wir müssen den Kindern eine Stimme geben, damit sie bei politischen Entscheidungen mit berücksichtigt werden. Es ist nicht erklärbar, dass 17 Prozent der Bevölkerung allein aufgrund ihres Alters von einem Grundrecht, nämlich dem Wahlrecht, ausgeschlossen werden. Stellen Sie sich mal vor, irgendein ernst zu nehmender Politiker würde fordern, dass am anderen Ende des Lebens, ab 85 oder bei Eintritt von Demenz, das Wahlrecht entzogen wird. Das wäre geradezu lächerlich. Das Grundgesetz sagt, alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Zum Staatsvolk gehört jeder, der in Deutschland geboren wird. Das Grundrecht wird zuerst treuhänderisch durch die Eltern ausgeübt.

Frage: Gibt es nicht drängendere Probleme in diesem Land? Ich denke an die Themen Gerechtigkeit und Globalisierung.
NIEBEL: Durchaus. Das Bundesverfassungsgericht verlangt aber ohnehin, das Wahlrecht zu reformieren. Das sollte dann auch gleich richtig gemacht werden. Drängender ist allerdings, dass die Mitte der Gesellschaft seit zehn Jahren schrumpft. Das sagt nicht die böse Opposition im Bundestag, sondern das sagen wissenschaftliche Forschungsinstitute. Und ich sage ganz selbstbewusst, das sind die zehn Jahre, in denen die FDP auf Bundesebene nicht regiert hat. So was kommt von so was. Man hat sich mehr Gedanken über Heuschrecken und Prekariate gemacht als über die Mittelschicht. Wenn die schrumpft, verändert das die Republik. Dann werden die Ränder des politischen Spektrums gestärkt.

Frage: Nennen Sie Rezepte der FDP. Mir fällt da nur ein: billigeres Benzin durch Senkung der Mehrwertsteuer, und überhaupt: Steuern und Abgaben runter.
NIEBEL: Dann lade ich Sie ein, sich im Internet ein Bild zu machen, was die FDP anbietet. Wir wollen Leistungsgerechtigkeit, wie viele Bürger auch. Als wir vor Wochen im Internet einen Slogan-Test gestartet haben, lag ein Spruch mit Riesen-Abstand vorne: Leistung muss sich wieder lohnen. Wenn in einem ganz modernen Medium ein fast antiquiert wirkender Satz zum Favoriten gekürt wird, zeigt das einiges über die Befindlichkeit der Menschen. Die haben das Gefühl, dass es nicht gerecht zugeht. Wir wollen die unterstützen, die sich alleine nicht helfen können. Aber diejenigen, die das finanzieren, dürfen nicht aus dem Blickwinkel der politischen Entscheider fallen. Das Steuerrecht ist ein ganz wesentlicher Punkt, ein anderer die sozialen Sicherungssysteme. Das ist einer der Gründe, warum wir gegen den Gesundheitsfonds sind. Wir werden eine große Umverteilungsmaschine finanzieren und Bürokratie bekommen. Aber die Patienten werden keinen Hauch besser behandelt.

Frage: Leistungsgerechtigkeit ist die eine Sache, Verteilungsgerechtigkeit die andere. Ihr Parteifreund Gerhart Baum, der frühere Bundesinnenminister, sagt, die Vermögensverteilung in diesem Land ist ganz und gar ungerecht. Dem stimmen Sie sicher zu?
NIEBEL: Ich bin der Ansicht, dass es ganz und gar ungerecht ist, dass in dieser Gesellschaft selbst jemand, der fleißig ist, der sich anstrengt, kaum die Chance hat, aufzusteigen. Aber all diejenigen, die sich anstrengen und fleißig sind, haben große Ängste, den Status Quo zu erhalten und nicht abzusteigen. Es ist ungerecht, wenn man nach einer Gehaltserhöhung weniger Geld in der Tasche hat als vorher, durch die kalte Progression. Der Aufstieg ist schwerer geworden in diesem Land, das gilt auch für den Vermögenserwerb. Da sind wir bei der Reform der Erbschaftsteuer, die die Bundesregierung auf die Zeit nach der bayerischen Landtagswahl verschiebt. Ich meine, die Erbschaftsteuer sollte ganz wegfallen. Alles, was jemand aufhebt und anspart, um es an seine Kinder zu vererben, ist doch im Laufe seines Lebens schon x-fach besteuert worden.

Frage: Was antworten Sie, wenn Ihnen jemand vorwirft, Sie seien ein Neoliberaler?
NIEBEL: Ich bin mit ganzem Herzen und Selbstbewusstsein ein Neoliberaler. Denn die Neoliberalen waren diejenigen, die Spielregeln eingeführt haben und den Nachtwächterstaat abgelöst haben. Ich glaube, wenn eine Gesellschaft gut funktionieren soll, dann braucht sie klare Spielregeln, die allerdings für jeden gleich gelten müssen.

Frage: Herr Niebel, sie haben auf die Frage nach ihrem Selbstverständnis als Generalsekretär einmal geantwortet, sie verstünden sich mal als Moderator, mal als Durchlauferhitzer. Gerhart Baum sagt, ein Generalsekretär müsste Vordenker sein, sie könnten das leider nicht.
NIEBEL: Herr Baum würde sich wundern, wenn er wüsste, was ich alles so denke. Falls er sich mehr einbringen und gestalten will in der FDP, muss er sich innerparteilich zur Wahl stellen. Er ist ja nirgendwo Delegierter. Ich bin gewählt.

TILMAN TOEPFER -Main-Post Würzburg/Main-Tauber vom 26. Juli 2008

23.07.2008

Mdb M. Zeil in Würzburg-Land

Abgelegt unter: Bayern, Landkreis, Presse — WolfgangKuhl @ 10:35

Chancengleichheit von Anfang an

Würzburg-Land: Erstmals seit 1994 sieht die Bayern-FDP eine reale Chance auf den Widereinzug in den Landtag. Gestärkt von guten Umfragewerten auf Bundes- und Landesebene zeigten sich Wolfgang Kuhl und Spitzenkandidat Martin Zeil beim Bürgergespräch in Höchberg kürzlich zuversichtlich. Vor allem in der Bildungs- und Wirtschaftspolitik wolle man in Bayern etwas bewegen. So forderte Kuhl die Staatsregierung auf, endlich mehr Geld für die Bildungs- in die Hand zu nehmen: „Es ist eine Milchmädchen-Rechnung, wenn man auf der einen Seite groß berichtet, dass 1.000 neue Lehrer eingestellt wurden, auf der anderen Seite aber verweigert, dass im gleichen Zeitraum 1.600 Lehrkräfte in den Ruhestand gegangen sind. Das ist eine Rechnung, die nicht aufgehen kann“. Unterfranken Zukunft nicht in einer Vernetzung mit den Metropolregionen Nürnberg und Rhein-Main. „ Wir müssen uns als fränkische Region behaupten und unsere Qualitäten ins rechte Licht rücken“.

Blicken der bayrischen Landtagswahl zuversichtlich entgegen (v.L.) Bezirkstagskandidat in Unterfranken Jochen Kunkel, Landtagskandidat Würzburg-Land Wolfgang Kuhl und FDP-Spitzenkandidat Martin Zeil (MdB)

Termin:

30. Juli 2008 um 19.30 Uhr lädt der FDP-Landtagskandidat Wolfgang Kuhl ins Hotel Lamm in Höchberg, Hauptstrasse 76 – ein. Der gesundheitspolitische Sprecher der bayrischen FDP Dr. med. Otto Bertermann spricht zum Thema „ Chaos Gesundheitsreform, wer bleibt auf der Stecke?“

WOB vom 23. Juli 2008

21.07.2008

Auch an die Belastung der Anwohner denken!

Abgelegt unter: Aktuelles, Landkreis, Presse — WolfgangKuhl @ 20:52

Bei der heutigen Kreistagssitzung befasste sich das Gremium unter anderem mit der Umgehungsstraße in Rimpar.

Der künftige Verlauf ist nicht unumstritten, da hier einerseits zwischen den Belangen des Naturschutzes und des Lärmschutzes für die Anwohner abzuwägen ist. Wie in der Kreistagssitzung ausgeführt wurde, sind bereits rund 200.000 Euro für ein Gutachten der Naturschutzbelange aufgewendet worden.

Wolfgang Kuhl, Kreisrat und Landtagskandidat der FDP, mahnte an, dass es nicht angehen könne, dass bei den geplanten Streckenvarianten lediglich die Naturschutzbelange gutachterlich geprüft würden, der Immissionsschutz, insbesondere der Lärmschutz für die Anwohner, aber bislang außen vor blieb.

Außerdem beschloss der Kreistag nach längerer Diskussion gemeinsam mit der Stadt Würzburg eine bald mögliche Erweiterung der Fachhochschule zu unterstützen.
Dabei erfolgte keine Festlegung auf einen Standort. Aus Sicht der FDP Würzburg – Land wäre ein Petitum für einen Standort im Hinblick auf den anstehenden Bürgerentscheid auch nicht gerechtfertigt.

04.07.2008

BW-Justizminister Prof. Ulrich Goll

Abgelegt unter: Bayern, Bund, Presse — WolfgangKuhl @ 11:21

Interview: Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll begründet seine Ablehnung der organisierten Sterbehilfe
“Keine Brücke ins Jenseits”

Stuttgart. “Gute Aussichten auf eine Mehrheit” sieht Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll für ein Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe. Die Aktion des früheren Hamburger Justizsenators Roger Kusch habe “viele schockiert und alle ins Nachdenken gebracht”, begründet der FDP-Politiker im Interview mit unserer Zeitung seinen Optimismus. Heute berät der Bundesrat den Vorstoß.

Ist denn gewerbsmäßige Sterbehilfe in Deutschland ein echtes Problem?
Ulrich Goll: Es fängt an, eines zu werden. Bei mir sind die Alarmglocken mit dem Fall auf einem Parkplatz in der Schweiz angegangen. Da müssen wir uns schon Gedanken machen, ob wir das haben wollen oder nicht.

Ihr ehemaliger Ministerkollege Roger Kusch scheint in Deutschland bisher ein Einzelfall, wenn auch ein unerträglicher.
Goll: Das zeigt aber, mit welcher Szene wir es zu tun haben werden, wenn wir die organisierte Sterbehilfe zulassen. Viele wissen gar nicht, was bisher schon möglich ist in Deutschland. Die Beihilfe zum Selbstmord ist straffrei. Auch wenn ein Angehöriger in einer zugespitzten Situation hilft, macht er sich nicht strafbar. Bei den Ärzten ist es ein bisschen kritischer, weil sie eine Pflicht haben zu helfen. Aber selbst da ist die Unterstützung von Sterbewilligen denkbar. Wir reden also bei einem Verbot nur über organisierte Sterbehilfe in Vereinen und geschäftsmäßig.

Was sind die zentralen Motive für den Vorstoß?
Goll: Die Verfassung verpflichtet den Staat, das Leben zu schützen. Die Grenze, wo der Schutz aufhört, ist der Selbstmord. Aber der Staat sollte nicht zulassen, dass in organisierter Form, sozusagen an der nächsten Ecke, die Brücke ins Jenseits geebnet wird. Das würde auch vorschnellen Entschlüssen den Weg bereiten. Da hat einer mal eine Depression und geht einfach zu einem solchen Verein, um Schluss zu machen. Es kommen vielleicht manche Pflegefälle unter Druck, wenn die Angehörigen über die Kosten jammern. Generell würde die Achtung vor dem Leben sinken. Deshalb greift hier die Schutzpflicht des Staates.

Den Arzt wollen Sie aussparen. Was ist denn, wenn ein Arzt daraus ein Gewerbe macht?
Goll: Dass ein einzelner Arzt Sterbehilfe in einer Mehrzahl von Fällen macht, kann man nicht verhindern. Die Frage ist tatsächlich, wie man trennscharf vorgehen kann. Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das eigentlich Befremdliche und Unappetitliche in der organisierten Form liegt. Da sagt das Rechtsgefühl Stopp.

Heute geht es in den Bundesrat. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?
Goll: Der Vorstoß hat gute Aussichten auf eine Mehrheit. Dazu hat die Diskussion über den Fall Kusch, der viele schockiert und alle ins Nachdenken gebracht hat, sicher beigetragen.

Rheinland-Pfalz hält ein solches gesetzliches Verbot für überzogen . . .
Goll: Na ja, die werden ihre Position nach einer Diskussion mit ihren Bürgern vielleicht noch zu korrigieren haben. Bei der organisierten Sterbehilfe sieht man ganz gut, wo die Grenze des Legalen sein sollte. Sonst bekommen wir Zustände, wo profilierungsbedürftige Leute, die da vielleicht ihre eigenen Probleme lösen wollen, das Geschehen bestimmen. Für mich ist spannend, dass manche Organisationen über Wochen einen ersten Fall ankündigen. Dann dauert es aber ewig und es kommt nichts. So willkommen ist das anscheinend gar nicht. Mancher will vielleicht nur darüber reden. Und das will ich nicht.

Bekommen Sie denn Unterstützung aus der Bürgerschaft?
Goll: Da steht nicht die Frage im Vordergrund, ob ich Unterstützung kriege und dann mache ich es. Diese Frage hat ethische und religiöse Momente. Da muss sich jeder selbst fragen, was er will, was nicht. Aber ich glaube, dass das Verbot auf breiten Konsens stoßen wird.

Zur Person: Ulrich Goll
• Der 1950 in Überlingen am Bodensee geborene Ulrich Goll greift als Justizminister gerne populäre Themen auf. Die Sicherungsverwahrung für Wiederholungstäter war ein solches, jetzt will er die gewerbsmäßige Sterbehilfe gesetzlich verbieten,
• Goll ist bereits zum zweiten Mal Chef im Justizressort 2002 schied der FDP-Mann nach sechs. Amtjahren aus und wurde Anwalt in der Heidelberger Kanzlei von Jobst Wellensiek. Als seine Nachfolgerin Corinna Werwigk-Hertneck gehen musste, war er 2004 wieder zur Stelle,
• Der passionierte Motorradfahrer ist verheiratet Lind hat fünf Kinder,

Von unserem Korrespondenten Peter Reinhardt – Fränkische Nachrichten (Mannheimer Morgen) vom 04. Juli 2008