Main-Post: Querelen in der FDP schlagen Wellen
ERlabrunn/MIltenberg (COP) Im FDP-Bezirksvorstand Unterfranken gibt es derzeit offenbar schwer wiegende Querelen.
So trat Wolfgang Kuhl, Kreisvorsitzender für Würzburg-Land, am Donnerstag von seinem Posten als Beisitzer im FDP-Bezirksvorstand zurück. Hierfür nannte er gegenüber der MAIN-POST menschliche Enttäuschung, persönliche Beleidigungen und sogar Bedrohungen als Gründe. Er könne nicht länger das elitäre Verhalten des Bezirksvorstandes mit seinem Verständnis vom freiheitlichen Denken vereinbaren, sagte Kuhl.
FDP-Bezirksvorsitzender Joachim Spatz reagierte betroffen und bedauert den Rücktritt Kuhls. Dieser will sich nach eigener Aussage als Kreisvorsitzender jedoch auch weiterhin engagieren.
Unabhängig davon gab Steffen Scholz bereits am 16. Januar seinen Rücktritt als FDP-Kreisvorsitzender des Landkreises Miltenberg bekannt. Und nicht nur das: Gleichzeitig trat er aus der Partei aus. “Ich bin menschlich stark enttäuscht. Weitgehend vom Bezirksvorstand, aber auch teils vom hiesigen Kreisvorstand”, so Scholz, der nicht detaillierter auf die Gründe eingehen wollte. “Ich habe immer noch großen Respekt vor der liberalen Idee, aber die Enttäuschung ist zu groß”, argumentiert der gebürtige Würzburger.
Ingo Brudereck, Geschäftsführer der FDP im Main-Tauber-Kreis, hält sich zurück: “Ich habe lediglich von einigen gehört, dass sie mit der Arbeit im Bezirk Unterfranken nicht zufrieden sind.” Indes habe er selbst noch keine Meinungsverschiedenheiten mit dem Bezirksvorstand gehabt oder wisse gar, “um was es konkret bei den Querelen geht”.


