Die FDP Würzburg-Land spricht sich gegen den Neubau des Landratsamtes am Standort Zeppelinstraße aus und fordert alternative Modelle für eine notwendige Umstruktur der Verwaltung zu evaluieren: Freie Liegenschaften des Freistaats Bayern bzw. freie Liegenschaften im eigenen Wirkungskreis sollen angefragt werden Es sollten zunächst auch Mietobjekte angefragt werden Möglichkeiten Büros doppelt zu besetzen, beispielsweise durch HomeOffice-Modelle, sollten geprüft werden Es sollte eine völlig ergebnisoffene Prüfung erfolgen welche Vorgänge digitalisiert werden können und wo dadurch Personal eingespart werden könnte Es sollte geprüft werden, ob evtl. ganze Abteilungen in neue, noch zu bauende Gebäude untergebracht werden können. Im Sinne der Fairness sollte zwischen Mitarbeitern aus den Hauptgebäuden und solchen, die derzeit in Container-Büros untergebracht sind ein Rotationsprinzip bestehen, wo dies möglich ist. Es sollte zudem geprüft werden, ob man auch auf Ebene des Landkreises Verwaltungskooperationen mit anderen Landkreisen, Städten bzw. dem Bezirk eingehen könnte Es sollte eine Prüfung der gesamten Verwaltung durchgeführt werden, welche Stellen durch digitale Lösungen oder Zusammenlegung von Abteilungen effizienter besetzt werden können. Wir fordern den Landes- und Bundesgesetzgeber zudem auf digitale Verwaltungsvorgänge vollumfänglich zu ermöglichen. In der Ausbildung neuer Verwaltungsangestellter sehen wir es zudem als begrüßungswert an ein Rotationsprinzip einzuführen, sodass alle Auszubildende eine Zeit in einer Landkreisgemeinde verbringen. Die FDP Würzburg-Land lehnt den Neubau eines Landratsamt, welches schon vor möglichen Kostenerhöhungen angesichts teils ungeprüfter Alternativen strikt ab. Mit Kooperationspartnern wäre die FDP Würzburg-Land bereit einen Bürgerentscheid auf Landkreis-Ebene anzuregen, um diese große Entscheidung im Zweifelsfall den Bürgern zur Entscheidung vorzulegen.
Höchberg, 1. Dezember 2022
Keine Neubauten in Krisenzeiten
Florian Kuhl
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